Gemüse vom Grill – Interview mit tibits-Geschäftsführer Reto Frei

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Vor allem für viele männliche Brutzler ist das Grillen von Tomaten, Maiskolben und anderem Gemüse eher eine Pflichtübung. Zu Unrecht – denn gerade die vegetarischen Leckereien werten das Würstchen-Einerlei nicht nur farblich gekonnt auf.

Welche Gemüse sich fürs Grillieren eignen, welche sich als Spiessli ideal kombinieren lassen und welche Grundregeln man beim «grünen Grillieren» beachten sollte, verrät tibits-Geschäftsführer Reto Frei im Interview.


Reto Frei, Hand aufs Herz: Grillieren und Gemüse, ist das nicht ein Widerspruch? Bei einer Grill-Party denkt man doch eher an Steaks, Rippchen und Bratwürste.

Im Gegenteil, das Gemüse erhält dank seiner Geschmacksvielfalt und Vielfältigkeit immer mehr Platz auf dem Grill. Und im Sommer ist ja die Hochsaison des einheimischen Gemüses.

Das macht Sinn. Welches Gemüse eignet sich denn besonders für den Grill?

Es eignet sich fast jede Gemüsesorte je nach Saison: Die Klassiker sind Kartoffeln, Auberginen, Zucchini, Peperoni, Champignons, Maiskolben, Tomaten und Fenchel. Auch einen Versuch wert sind beispielsweise marinierte Randen oder Spargeln, Gemüsezwiebeln, Rüebli, Kürbis oder Kohlrabi.

Was muss beim Grillieren von Gemüse beachtet werden?

Es empfiehlt sich, harte Gemüsesorten kurz vorzukochen, feines Gemüse allenfalls auf Alufolie zu legen oder zu einem Päckchen zu verschnüren. Gemüse nicht zu heiss grillieren, sonst ist es aussen schwarz und innen noch kalt.

Vor dem Grillieren gut marinieren (mindestens 30 Minuten): Die Basis jeder Marinade bilden Öl, Säure, wie zum Beispiel Essig, Zitronen- oder Limettensaft, frische Kräuter und Gewürze. Nicht mit Öl sparen, es schützt das Gemüse, das selber keine Fette enthält, vor dem Austrocknen. Beim Salzen ist etwas Vorsicht geboten, denn beim Garen verliert das Gemüse sehr viel Wasser. Bei den Zutaten für die Marinade gilt: Mut zum Risiko, Probieren geht über Studieren.

Und wie sieht für dich ein perfekter Grillspiess aus?

Für mich muss der Spiess auf jeden Fall Cherry-Tomaten enthalten, denn die entfalten auf dem Grill ein so richtig feines Aroma. Bei einem Gemüsespiess sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt:  Apfel, Auberginen, Zucchini, Champignons, Maiskolbenstücke, Peperoni, kleine Kartoffeln und Paneer- oder Halloumi-Käse lassen sich wunderbar kombinieren.

Zum Schluss: Hast du noch einen besonderen Tipp oder ein Lieblingsgericht, das auch Zweifler begeistern wird?

Süsskartoffeln mit Cherry-Tomaten und ungeschälten Knoblauchzehen zusammen mit etwas Olivenöl und Rosmarin  in Alufolie grillieren, ein Traum. Der Knoblauch weich gegart wird zu einer Delikatesse ohne unangenehme Folgen am nächsten Tag. Dazu empfehle ich noch einen feinen Salat aus dem „tibits at home“ Kochbuch und der Grillplausch ist perfekt.

 


Reto Frei - Geschäftsführer tibitsReto Frei ist seit Teenager-Zeiten bekennender Vegetarier und hat mit seinen Brüdern Daniel und Christian sowie mit Rolf Hiltl die auf genussvolle, vegetarische Schnellgastronomie ausgerichteten tibits-Restaurants gegründet. Das tibits gibt es in Zürich, Winterthur, Bern, Basel und London.

www.tibits.ch

www.tibits.co.uk

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Von am Donnerstag, 04. August 2011. Abgelegt unter Brutzlernews, Gemüse grillen, Grilltechnik, Interviews, Tipps. Du kannst alle Kommentare zu diesem Beitrag abbonieren: RSS 2.0. Du kannst einen Kommentar abgeben oder einen Trackback zu diesem Beitrag setzen.

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